Die Opfer des Holocaust

Die Namen der ermordeten Juden aus dem Kreis Hünfeld

Von den jüdischen Bürgerinnen und Bürgern, die zwischen 1930 und 1943 in Orten des damaligen Kreises Hünfeld ansässig waren, wurden mehr als 150 Menschen Opfer der NS-Judenvernichtung. Im Jahr 1963 sandte der Hünfelder Joseph Strauss an den Bürgermeister in Burghaun eine Namensliste mit der Überschrift: “Die jüdischen Opfer aus der Nazi-Verfolgung im Kreise Hünfeld.“ Diese Grundliste, ergänzt um die Auswertung zahlreicher weiterer Quellen, führte zu der nachfolgenden ausführlichen Liste, umfassend jeweils Name und Geburtsdaten, letzte bekannte Adresse, Daten und Zielorte der Deportationen (dep. - ab Ort nur wenn verschieden von letzter Adresse), Todesort sowie in etlichen Fällen Ankunft am Todesort (Ank.) oder Todesdatum (Td.). Einige Personen, die Joseph Strauss in seiner Todesliste nannte, konnten in den ausgewerteten Unterlagen, die naturgemäß lückenhaft sind, nicht gefunden werden, sie sind mit einem * gekennzeichnet. Es ist aber davon auszugehen, dass auch sie Opfer der Vernichtung wurden, denn sie kehrten nie wieder zurück.

 

Gedenkstein auf dem jüd. Friedhof in Burghaun
Gedenkstein auf dem jüd. Friedhof in Burghaun

   

Liste der Holocaustopfer aus dem Altkreis Hünfeld
Aktualisierte Liste, aufgestellt von Elisabeth Sternberg-Siebert
Holocaustliste_Opfer.pdf
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Nachtrag zur Liste der Holocaustopfer

1. Nov. 2021

Im Rahmen der Überprüfung einiger nicht ganz sicherer Daten fand ich in den mittlerweile online zugänglichen "Arolsen Archives" folgende Informationen Rhina betreffend:

Isaac Katzenstein II sowie seine Ehefrau Jeanette geb. Nußbaum sind beide im Juni 1942 in Frankfurt a.M., wohin sie von Rhina aus geflohen waren, gestorben. Sie sind also nicht deportiert worden. Isaac Katzenstein hat sich am 26.6.1942 das Leben genommen! (Online-Arolsen-Archives, Sign. 02020202 oS und 12410007)