Buchenau


In früher Zeit lebten wohl nur einzelne jüdische Familien in Buchenau. Die älteste Buchenauer Grabstätte auf dem zuständigen Zentralfriedhof in Burghaun ist von 1699. In einer Steuerliste um 1775 wird unter Eiterfeld als einziger Buchenauer Jude Hirz Katz genannt.

Eine eigene jüdische Gemeinde hat sich aber offensichtlich bald nach diesem Datum in Buchenau entwickelt. Nach statistischen Erhebungen gab es 1830 bereits 18 jüdische Haushalte mit 67 Personen, und 1843 ist von einer Reparatur an der Synagoge in Buchenau die Rede. Die Blütezeit der Gemeinde kann aber nicht lange gedauert haben, denn die Zahl der Gemeindeglieder nahm in den folgenden Jahrzehnten kontinuierlich ab. 1854 zählte man acht jüdische Haushalte mit 32 Personen, und 1875 wurden der königlichen Regierung in Kassel nur noch "17 Seelen" gemeldet. 1885 hatte sich die Synagogengemeinde aufgelöst und war Eiterfeld angegliedert worden.

Die Schulkinder besuchten die christlichen Schulen am Ort, ab 1860 gingen sie zur jüdischen Volksschule nach Eiterfeld.

1939 wohnten noch die Geschwister Rosenstock in Buchenau, ältere alleinstehende Leutchen, die eine Gastwirtschaft führten. Fünf von ihnen lebten dort bis zum bitteren Ende. Am 5.9.1942 wurden sie mit dem Zug vom Eiterfelder Bahnhof über Kassel nach Theresienstadt und andere Todeslager verschleppt. Alle kamen dort ums Leben.

 

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Die letzten Juden in Buchenau