4) Familie Isak Steinberger - Herrenschneiderei und Modewaren, Fuldaer Berg 20 (2011 abgerissen)

Isak Steinberger (*27.10.1882) und Frau Hulda geb. Rabenstein (*15.10.1886 in Tann) hatten zwei Söhne:

Fritz (*16.9.1915) und Martin (*31.3.1921).

Fritz zog im September 1939 mit den Eltern nach Fulda. Während er von da nach England auswandern konnte, wurden Isak und Hulda Steinberger mit insgesamt 132 Fuldaer Juden am 8. Dezember 1941 in das Ghetto Riga verschleppt. Wahrscheinlich brachte man sie 1941/42 in das Ghetto und Todeslager Minsk in Weißrussland, wo sie ums Leben kamen.

Martin ging schon im Juni 1936 von Hünfeld nach Frankfurt a.M., um eine jüdische Handelsschule zu besuchen. Nachdem er dort die Schrecken der ”Reichskristallnacht” miterlebt hatte, verließ er Deutschland und folgte seinem älteren Bruder Fritz nach London, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 2008 lebte. Viele Jahre stand er in Verbindung mit seiner Heimatstadt Hünfeld, die er auch einige Male besucht hat – zuletzt im Jahr 2000 am Hessentag.

(Foto: Stadtarchiv Hünfeld)
(Foto: Stadtarchiv Hünfeld)

Das verschindelte Haus links, Fuldaerberg 20, wurde von den Familien Albert Flörsheim und Isak Steinberger (1. Stock) bewohnt. In dem Gebäude rechts (Nr. 22) eröffnete der Schneidermeister Isaac Steinberger um 1920 ein Ladengeschäft für Herrenmoden und -Artikel. Das Haus wurde wegen der Enge der Straße in den 1960er Jahren abgerissen. Inzwischen sind beide Häuser verschwunden.

On the left hand side house of the Albert Flörsheim family and the Isak Steinberger family (first floor), next to it the Steinberger shop, demolished in the 19sixties.

 

Baby Fritz oder Martin mit Großmutter Bina und Mutter Hulda Steinberger
Baby Fritz oder Martin mit Großmutter Bina und Mutter Hulda Steinberger
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Martin als einziger Junge beim ersten Schulgang 1927, mit Lehrer Heinrich Geschwindner
Martin als einziger Junge beim ersten Schulgang 1927, mit Lehrer Heinrich Geschwindner

 

4) The Isak Steinberger family - men’s tailoring and fashion ware,

Fuldaerberg 20 (pulled down in 2011)

 

Isak Steinberger (*10.27.1882) and his wife, Hulda née Rabenstein (*10.15.1886 in Tann) had two sons: Fritz (* 09. 06.1915), and Martin (*03.31.1921). In September of 1939 Fritz and his parents moved to Fulda. Whereas Fritz emigrated to England, Isak and Hulda, together with a total of 132 Jews from Fulda, were deported on December 08, 1941 to the Riga Ghetto. Probably 1941/42 they were taken to the ghetto and death camp Minsk in Belorussia.

 

In June of 1936 Martin moved from Huenfeld to Frankfurt/ Main in order to attend a Jewish business school. After having experienced the horrors of ”Crystal Night” he fled Germany, and joined his elder brother in London, where he lived until his death in 2008. He has been keeping in contact with his hometown Huenfeld for many years. His last visit was in 2000, when the town of Huenfeld celebrated the  „Hessentag“.