Marcy Oppenheimer und Familie zu Besuch in Burghaun          im Mai 2023

Erinnert sei an den Besuch der Familie Oppenheimer im August 1998 - also vor 25 Jahren! Damals kamen Martin und Suzi Oppenheimer mit drei ihrer vier Kinder - Evan, Ali und Marcy - nach Burghaun. Der Sohn Josh war nicht dabei. Seit dieser Zeit stehe ich in Verbindung mit den Oppenheimers. Jedes Jahr bekomme ich von Suzi und Martin zum Jahreswechsel eine Fotokarte mit einem wunderbaren Bild des immer größer gewordenen Familienclans.

Im Januar 2023 schickte mir Suzi wieder ein Familienbild, verbunden  mit der Ankündigung, dass  ihre Tochter Marcy plane, im Rahmen einer Deutschlandreise  im Mai mit ihrer Familie auch Burghaun zu besuchen. Mit von der Partie wären also: Marcy (Ärztin in einem Gesundheitszentrum), Joe (emeritierter Biologie-Professor), die erwachsenen Söhne Brett und Ethan.

 

Fotokarte vom Januar 2023:

In der vorderen Reihe sieht man Suzi Oppenheimer (Mitte) mit den Töchtern Ali & Marcy sowie den Söhnen Evan und Josh.

Martin Oppenheimer, geb. 1933 in Burghaun, ist der 3. von rechts in der letzten Reihe, um-rahmt von den  Enkeln Brett & Ethan sowie deren Vater Joe Neale.


Hocherfreut über diese Nachricht intensivierte ich die Kontakte zur Familie Oppenheimer und begann, den Besuch von Marcy, Joe, Brett und Ethan in Burghaun vorzubereiten. Ende Mai war es dann soweit.

Via whatsapp hielt ich mit Marcy Kontakt und verabredete die ungefähre Zeit ihrer Ankunft in Burghaun. Mit einem Mietwagen waren meine Gäste am Tag zuvor von Berlin zur Übernachtung nach Fulda gekommen und trafen dann am 27. Mai ca. 10 Uhr hier bei mir in der Stadtstraße ein - zur großen Freude auf beiden Seiten!

Als ich Marcy und Joe vor 25 Jahren in Washington besuchte, war Brett 2,5  Jahre alt und Ethan noch nicht geboren. Doch trotz dieser langen Zeit waren wir schnell wieder miteinander vertraut.

Der erste Programmpunkt war ein Rathaus - Empfang beim Bürgermeister. Herr Hornung empfing die Gäste aus Washington sehr freundlich und widmete ihnen eine gute halbe Stunde seiner Zeit. Doch leider gab es weder ein "hölzernes Buch" noch ein "goldenes Buch", in dem die Oppenheimers ihren Besuch hätten dokumentieren können. Das war später zum Glück im Museum möglich!

 

Von links: Herr Hornung, Brett & Marcy Oppenheimer, Elisabeth Sternberg-Siebert, Ethan Oppenheimer & Joe Neale-Oppenheimer
Von links: Herr Hornung, Brett & Marcy Oppenheimer, Elisabeth Sternberg-Siebert, Ethan Oppenheimer & Joe Neale-Oppenheimer

Zusammen mit Sophie Hohmann vom Kultur- und Geschichtsverein, die ich zur Teilnahme an dem Oppenheimer-Besuch eingeladen hatte, gingen wir also anschließend zum Museum, wo der Museumsleiter Martin Moor sowie Sandra Koch -die gute Seele des Museumsvereins- schon auf uns warteten.

Sandra hatte Kaffee gekocht und den Tisch gedeckt, sodass wir zuerst bei einem kleinen Imbiß  zusammensitzen konnten, bevor unsere Besucher sich im Museum umsahen und insbesondere den Synagogenraum in Augenschein nahmen. 


Dem Museumsbesuch schloss sich nun ein Rundgang durch das Dorf und die Besichtigung des früheren Hauses der Familie Oppenheimer in der Ringstraße an. Hier im heutigen Haus Ludewig lebte zuletzt bis 1935 die Familie Oppenheimer: Julius Oppenheimer mit Frau Silvia geb. Haas und den Kindern Ruth, Norbert und Martin. Günther Ludewig berichtete uns, was er aus seinen Unterlagen zu dem Haus über dessen Eigentümer und die baulichen Veränderungen wusste.

Auf dem Weg durch die Ringstraße wiesen Sophie und Elisabeth auf die vielen Stolpersteine hin, welche an die Holocaustopfer, die einst hier lebten, erinnern.

Am Ende des Rundganges stand als weitere wichtige Station der jüdische Friedhof auf dem Plan. Der schattige Hohlweh hinauf zum "guten Ort" und "Haus des ewigen Lebens" - wie die Juden ihren Begräbnisplatz auch nennen - bescherte uns eine angenehme Erholung an diesem sonnigen und heißen Maitag.

Auf das Bild klicken ... und den Hohlweg hinauf zum jüdischen Friedhof gehen ...

Auf dem jüdischen Friedhof angekommen, gab ich zu-nächst ein paar grundlegende Informationen zu diesem eindrucksvollen Ort, bevor wir uns auf die Suche nach den Grabstätten von Marcy Oppenheimers Vorfahren machten. Und zwar sind hier begraben:

Ur-Großmutter Sophie Oppenheimer geb. Nußbaum

Ur- ur-Großmutter Betti Nußbaum geb. Nußbaum

Ur-ur-Großvater Moses Nußbaum

Leider waren auf den Grabsteinen von Marcys Ur-Ur-Großeltern Nußbaum keine Inschriften mehr zu entziffern.